Auch wenn der Winter 2019/2020 recht mild ausgefallen ist, hinterlässt die kalte Jahreszeit ihre Spuren an unseren Autos. Salzreste und hartnäckige Schmutzablagerungen sind da nur der Anfang – höchste Zeit, um das Auto wieder fit für die warmen Monate zu machen.

Schritt 1: Äußere Autowäsche

Vor der Fahrt durch die Waschanlage ist es wichtig, den groben Schmutz mit einem Hochdruckreiniger zu beseitigen, da vor allem Salz sonst wie Schmirgelpapier wirkt und den Lack massiv beschädigen kann. Auch der Unterboden muss gründlich gereinigt werden, um Rostschäden entgegen zu wirken. Im Anschluss wird die Karosserie auf kleinere Steinschläge oder sonstige Lackschäden geprüft, die unter dem Winterschmutz nicht weiter aufgefallen sind. Werden diese nicht mit einem Lackstift ausgebessert, entwickeln sich hier extrem schnell Rostflecken.

Schritt 2: Scheibenreinigung für einen ungetrübten Blick

Durch die geringen Temperaturen beschlagen im Winter die Autoscheiben von innen besonders stark, wodurch sich mit der Zeit ein Schmutzfilm bildet, der die Sicht vor allem bei Gegenlicht von Scheinwerfern eines entgegenkommenden Fahrzeugs oder der tiefstehenden Abendsonne immens beeinträchtigt. Daher steht auch eine gründliche Scheibenreinigung von Innen an. Sind alle Glasflächen wieder blitzblank, werden im nächsten Schritt die Scheibenwischer auf Risse und Schäden geprüft, die beispielsweise durch Eis verursacht werden können, und gegebenenfalls ausgetauscht. So steht einer ungetrübten Sicht und einer klaren Dashcam Aufnahme nichts im Wege.

Schritt 3: Reinigung des Innenraums

Schnee und Matsch gelangen im Winter schnell über unsere Schuhe in die Fahrzeugkabine. Insbesondere der Fußraum leidet darunter und muss im Frühjahr wieder auf Vordermann gebracht werden. Nachdem dieser gesäubert und getrocknet ist, ist die Gefahr vor Schimmelpilz gebannt. Wer vorgesorgt und in der Winterzeit eine Gummimatte ausgelegt hat, tauscht diese wieder mit den regulären Stoffmatten. Falls die Sommermatten jedoch den Winter überstehen mussten, müssen auch diese zunächst gründlich gereinigt und im Anschluss getrocknet werden. Um unnötigen Ballast loszuwerden und somit Sprit zu sparen, wird sämtliches Winterzubehör wie Streusalz, Eiskratzer und Besen in der Garage verstaut. Ein generelles Auslüften des Wagens vertreibt zudem den muffigen Wintergeruch.

Schritt 4: Leuchten und Flüssigkeiten prüfen

Im nächsten Schritt werden alle Leuchten auf Funktionstüchtigkeit getestet. So stellen Sie sicher, dass Sie gut für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar sind und auch selbst bei schlechten Lichtverhältnissen den Durchblick behalten. Zudem werden Motoröl, Brems- und Kühlflüssigkeit sowie Scheibenwischwasser auf ihren Füllstand hin geprüft und gegebenenfalls aufgefüllt. Falls dieser extrem niedrig ist, sollten Sie ein mögliches Leck ausfindig machen und reparieren lassen.

Schritt 5: Reifen wechseln

Last but not least: der Reifenwechsel. Hierbei ist die Faustregel „O bis O“ zu beachten. Um Ostern rum werden Winterreifen demontiert und die Sommerreifen angebracht, die in der Regel bis Oktober am Fahrzeug bleiben dürfen. Außerdem ist ein genauerer Blick auf die Profiltiefe zu werfen, denn die Reifen vom Vorjahr dürfen nur wiederverwendet werden, wenn diese über drei Millimeter beträgt. Wer sich den Reifenwechsel jedoch nicht selbst zutraut, sollte in jedem Fall eine Werkstatt aufsuchen, um die Fahrtauglichkeit des Autos weiterhin zu garantieren.

Nur ein paar kleinere Maßnahmen und schon ist das Auto wieder fit für Frühling und Sommer. Das meiste können Sie bequem von zu Hause aus erledigen. Bei Unsicherheiten, zum Beispiel beim Reifenwechsel, dem Reparieren von Lackschäden oder dem Austauschen von Glühbirnen, empfiehlt sich ein jedoch weiterhin die Fahrt in die Werkstatt.

Wie mache ich mein Auto fit fürs Frühjahr?
Von Nextbase
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